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Nordafrikanische Einwanderer in Frankreich

[1]Frankreich war in die beginnende Neuzeit hinein das bevölkerungsreichste Land Europas, hat aber besonders während des 19. Jahrhundert eine demokratische Entwicklung durchlaufen, die sich von den meisten übrigen europäischen Ländern unterscheidet. Araber werden in Frankreich sehr benachteiligt und diskriminiert. Sie werden beleidigt, wenn sie ihrer Religionen in der Öffentlichkeit nachgehen. Sie kommen illegal nach Frankreich weil sie in ihren Ländern missbraucht werden oder weil auch dort sehr viel Krieg herrscht. Hauptsächlich sind es Ägypter, Marokkaner, Algerier, Tunesier, Polen, die in Frankreich einwandern. Heutzutage ist Frankreich für Einwanderer die Hölle auf Erden.

Zum Beispiel: (_8(|) Emmanuel ist nicht als Student,sondern als Bauarbeiter gekommen und hat sein Leben auf französischen Baustellen verbracht. Als er in Pension gehen wollte, stellte er fest, dass dieses Unternehmen nicht mehr existiert. Jetzt hat er eine Mindestpension von 450€, würde er Urlaub machen bekäme er nicht einmal die 450€. Nun steckt er hier fest und er bereut es jeden Tag,dass er jemals hierher gekommen ist.

Einwanderung im Allgemeinen: Nach dem zweiten Weltkrieg warb Frankreich Arbeitskräfte aus Belgien, Deutschland, Polen, Russland, Italien und Spanien an. In den 1950er und 1960er Jahren verstärkte sich die Einwanderung aus den ehemaligen Kolonien. In der Wirtschaftskrise der frühen 1970er Jahre folgte Frankreich dem Vorbild anderer europäischer Länder und stellte 1974 alle Anwerbeprogramme für Arbeitskräfte ein. Aber warum tun sich Millionen Menschen pro Jahr eine Reise nach Europa an, die sie das Leben kosten oder ins Gefängnis bringen kann? Aus dem einfachen Grund: Weil sie, sobald sie es über die Grenze geschafft haben, innerhalb weniger Wochen Arbeit finden können. Doch das is nicht der einzige Grund, wie die nordafrikanische Befölkerung in Frankreich zunimmt. Denn die Einwanderung setzt sich vor allem in Form von Familienzusammenführung fort.

Anhand der Zahl der dauerhaften jährlichen Neuzuwanderer kann der zweimalige Politikwechsel in den 1990ern auch statistisch nachvollzogen werden: 1990 kamen 102.400 permanente Einwanderer nach Frankreich, 1996 waren es 55.600 und 1999 wieder 104.400 Neuzuwanderer. Seit dem erneuten Regierungswechsel im Jahr 2002 ist eine Rückkehr zu einer restriktiveren Einwanderungspolitik zu beobachten.

Flucht und Asyl: Ende der 1980er Jahre stieg die Zahl der Asylanträge deutlich an. Dies kann teilweise damit erklärt werden, dass Einwanderer auf das Asylrecht zurückgriffen, da andere Migrationskanäle nicht mehr vorhanden waren. Bürokratische Hindernisse und ein Trend zu geringeren Anerkennungsquoten führten in den 90ern wieder zu einem Rückgang der Antragszahlen. 1997 wurde zusätzlich zum konventionellen Asyl, dass sich auf die Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) bezieht, ein zweiter Asylstatus geschaffen, das so genannte „asile territorial" . Dieser Status war ursprünglich nur für Flüchtlinge des algerischen Bürgerkriegs geschaffen, musste aber nach einer Klage von Ausländerrechtsorganisationen für alle Nationalitäten geöffnet werden. Ende der 90ern Jahre stieg die Zahl der Asylanträge (konventionelles Asyl) von 22.380 (1998) auf 47.290 (2001) wieder an. Gegenwärtig ist die Regierung unter Premierminister Jean-Pierre Raffarin dabei, das Asylrecht erneut zu reformieren.


{C Kinder die in Frankreich geboren sind und Ausländische Eltern haben, erhalten die französische Staatsangehörigkeit erst mit vollendung des 18.Lebensjahr. Im Ausland geborene und in Frankreich lebende Personen können die französische Staatsangehörigkeit erwerben, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Sie müssen einen Mindestaufenthalt von 5 Jahren vorweisen können und über ausreichende Sprachkenntnisse verfügen. Des Weiteren dürfen sie nicht auf Sozialleistungen angewiesen sein.

Schon lange ist Frankreich ein Einwanderungsland, das in den 20er und in den 60er Jahren zwei große Einwanderungswellen erlebte. Nach dem ersten Weltkrieg vergrößerte sich die durch den Verlust von 1,4 Millionen jungen Männern und zahlreiche Invaliden stark dezimierte Erwerbsbevölkerung durch Zuwanderer aus Polen, Italien, Nordafrika und Indochina. Nach 1945 wurde die Einwanderung von Spaniern, Portugiesen, Afrikanern und vor allem Nordafrikanern gefördert, um dem Mangel an Arbeitskräften zu begegnen und die Bedürfnisse einer expandierenden Wirtschaft zu befriedigen. Die Wirtschaftskrise führte ab 1974 zu einem offiziellen Einwanderungsstopp außer in Fällen der Familienzusammenführung. inhttp://www.hollywoodjesus.com/movie/monsieur/05.jpeg {C [

Mehr als zwei Drittel aller Einwanderer wohnen in einem Ballungsraum mit über 200.000 Einwohnern, nur 3% leben in ländlichen Gemeinden, während 37% im Großraum Paris wohnen. Die Einwanderer arbeiten zumeist als Bauarbeiter, in der Automobilindustrie und im Dienstleistungsbereich für Unternehmen. Einwanderinnen sind überwiegend im Dienstleistungssektor für Privatpersonen tätig. Insgesamt sind Einwanderer stärker von der Arbeitslosigkeit betroffen als die übrige Bevölkerung, dies gilt für Frauen noch mehr als für Männer.

{C Quellenverzeichnis: http://www.diplomatie.gouv.fr/de/frankreich_3/

                   Meyers Grosser Weltatlas (Buch)
                   Gestürmte Festung Europa (Buch)
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